Lecos GmbH
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Simple but smart: Tool unterstützt Kommunen bei wirkungsorientierter Steuerung

Um eine Kommune wirkungsorientiert zu steuern, verständigen sich die unterschiedlichen Akteure (Verwaltung, Bürger, Politik, Unternehmen) im Idealfall auf gemeinsame Ziele und Indikatoren. Soweit die Theorie. In der Praxis ist es oft gar nicht so einfach, Ziele wirkungsorientiert zu formulieren und messbare Indikatoren zu finden. Die nur mittelbare und meist nicht zweifelsfrei nachweisbare Beziehung zwischen Ressourcen und Wirkung bleibt für Kommunen weiterhin eine zentrale Herausforderung.

Die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt), die Syncwork AG und die Lecos GmbH haben nun gemeinsam und im steten Gespräch mit Kommunalverwaltungen ein Tool zur Unterstützung der wirkungsorientierten Steuerung in Städten und Kreisen entwickelt: den KGSt®-Wirkungsmonitor. Er wurde auf dem KGSt®-Forum im September in Dresden erstmals der kommunalen Öffentlichkeit präsentiert. Von großem Interesse waren vor allem die Erfahrungen der Pilotkommune Ludwigsburg, die den Wirkungsmonitor erfolgreich auf seine Praxistauglichkeit getestet hat.

Das Tool soll insbesondere Kommunen dabei unterstützen, beteiligungsorientierte Projekte zu steuern, in denen viele unterschiedliche Akteure zusammenwirken, die gemeinsame strategische Ziele verfolgen. Typische Handlungsfelder dafür sind zum Beispiel, Stadtteilentwicklung, Integration, Sozialplanung oder Bildung. In solchen Projekten arbeiten Menschen zusammen, die nicht ständig mit Management zu tun haben. Deshalb wurde beim Wirkungsmonitor auf eine einfache Benutzeroberfläche mit einem auf das Wesentliche konzentrierten Funktionsumfang geachtet: simple but smart.

schemaDer Wirkungsmonitor ist kein Business Intelligence System und auch kein umfassendes Management-Informationssystem. In der Grundversion sind auch keine Schnittstellen enthalten. Das Tool unterstützt dabei, komplexe dezentrale Aktivitäten, wie zum Beispiel Initiativen zur Revitalisierung eines Stadtteils an Wirkungszielen auszurichten und diese Informationen sowohl dezentral wie zentral zur Verfügung zu stellen. Damit macht es erstmalig solche Initiativen steuerbar – auch im Sinne einer Selbststeuerung – und hinsichtlich ihrer Wirkungen transparent.

Übersichtlich strukturiert

Zu diesem Zweck werden im Wirkungsmonitor die steuerungsrelevanten Informationen übersichtlich strukturiert. Ziele und Wirkungen können im Zusammenhang mit Input- und Outputindikatoren abgebildet werden. Die Visualisierung dieser Zusammenhänge und das Befüllen mit aktuellen Werten im Projektverlauf unterstützt die Verwaltung und Koproduzenten bei der Steuerung über Wirkungsziele.

Die Arbeit mit dem Wirkungsmonitor setzt einen Zielfindungsprozess zwischen den Akteuren und die Klärung von Fragen voraus:

  • Was sind für uns die richtigen Wirkungsindikatoren?
  • Welche Zielgruppen will ich in welchen Handlungsfeldern erreichen?
  • Welche Projekte werden hinsichtlich ihrer Wirkungen beobachtet?
  • Wieviel Input stecke ich in welche Maßnahmen?

Man kann eine nahezu beliebige Anzahl von Zielen, Indikatoren oder Projekten abbilden. Es gibt keine inhaltlichen Voreinstellungen, demzufolge eine große Breite von Einsatzmöglichkeiten, auch verwaltungsintern. Auswertungen als Balkendiagramme, Zielerreichungsampeln etcetera sind nach Zielen, Zielgruppen, Projekten und Wirkungsindikatoren möglich.

Der KGSt®-Wirkungsmonitor ist eine web-basierte Anwendung. Das hat den Vorteil, dass das Tool ohne Installation nutzbar ist. Updates stehen sofort zur Verfügung. Darüber hinaus können Daten unabhängig von Ort und Zeit in die Anwendung eingetragen werden.

Die Lecos GmbH betreibt und betreut den KGSt®-Wirkungsmonitor technisch in ihrem Rechenzentrum in Leipzig. Bezogen werden kann der Monitor ausschließlich über die KGSt.

Bettina Henrichs/KGSt und Manuela Kaspar/Lecos, 2. Februar 2015

Artikel ist auch erschienen in der Vitako intern 1/2015 sowie in der Vitako aktuell – Ausgabe Lecos 1/2015.