Neues Stadtarchiv Leipzig im Russischen Pavillon

Neues Stadtarchiv Leipzig im Russischen Pavillon

Aktuelles

Lecos stattet Stadtarchiv Leipzig mit Kommunikationstechnik aus

Leipzigs historisches Stadtgedächtnis zieht um. Über einen Zeitraum von sechs Monaten werden die Aktenbestände aus 1.000 Jahren Leipziger Stadtgeschichte derzeit an den neuen Standort überführt. Lecos stattet das neue Stadtarchiv Leipzig mit Kommunikationstechnik aus und trägt so dazu bei, dass eines der modernsten kommunalen Archive Deutschlands entsteht.

Russischer Pavillon auf dem Alten Messegelände Leipzig

Das neue Stadtarchiv Leipzig im Russischen Pavillon an der Alten Messe gehört zu den modernsten kommunalen Archiven Deutschlands. Foto: Lecos GmbH

Das historische Gedächtnis einer Stadt umzuziehen, ist für alle Beteiligten eine Herausforderung. Bereits seit 2016 laufen Vorbereitungen, um das Vorhaben erfolgreich umzusetzen – organisatorisch, baulich-architektonisch und technisch. Der in den frühen zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts als Messehalle errichtete Russische Pavillon auf dem Alten Messegelände wurde um ein hochmodernes Magazin erweitert. Es genügt hohen Sicherheitsanforderungen. Auf rund 8.200 Quadratmetern bietet es Platz für circa 20 Regalkilometer, 186.000 Archivkartons und 468 Planschränke mit 7.020 Schüben. Diese Kapazitäten sollen bis 2030 reichen. Sie sind dann auf angrenzenden Bauflächen erweiterbar. Auch für die Ausweitung des Archivbetriebs auf digitale Objekte, für die in den kommenden Jahren ein Konzept entstehen wird, bietet der neue Standort technisch beste Voraussetzungen.

 

Anbindung an das Stadtnetz über Kabel und Richtfunk

Lecos verantwortete als IT-Partner die kommunikationstechnische Anbindung des neuen Archiv-Standortes. Zunächst wurde das Objekt in das stadteigene Netz integriert und an das Lecos-Rechenzentrum angebunden. Parallel installierten die Lecos-Techniker eine Richtfunk-Antenne als Backup-Lösung auf dem Dach des Pavillons mit der charakteristischen goldenen Spitze und dem roten Stern. Sie bewiesen dabei ordentlich Höhentauglichkeit.

 

WLAN im gesamten Stadtarchiv

Um die Datenkommunikation zukunftssicher zu gestalten, setzten Stadt Leipzig und Lecos auf Drahtlos-Technik. Im gesamten Gebäude installierte Lecos dafür ein leistungsfähiges Netz von WLAN-Accesspoints. Mitarbeitende der Stadtverwaltung können mit mobilen Endgeräten somit an jedem Ort im Archiv problemlos auf die Daten im Stadtnetz zugreifen und arbeiten. Besuchern und Nutzern des öffentlichen Lesesaals für die Arbeit mit Archivalien steht ein öffentliches WLAN für den schnellen und unkomplizierten Zugriff auf das Internet zur Verfügung. All diese Leistungen werden von Lecos überwacht, um eine zuverlässige Performanz sicherzustellen.

 

Arbeitsplatztechnik und moderner Buchscanner

Ebenso wie die Akten schrittweise in das sanierte Messe-Gebäude überführt werden, ziehen auch die Mitarbeiter erst nach und nach um. Die ersten zehn Arbeitsplätze sind bereits am neuen Standort installiert. Die übrigen zwanzig werden zum Umzugsende zur Jahresmitte ausgerollt. Bereits implementiert ist ein hochsensibler Buchscanner und -kopierer.  Mit seiner Hilfe werden Archivmaterialien schonend gescannt oder kopiert. Eine v-förmige Buchwippe etwa reduziert das Risiko der Beschädigung von Buchrücken und Bindungen beim Dupliziervorgang. Das Gerät ist an einen Rechner und an ein Multifunktionsgerät angeschlossen. Mitarbeitende des Stadtarchivs können Anfragen damit sowohl elektronisch als auch in Papierform per Post beantworten.

Ein neuer Vortragsraum soll dazu beitragen, das Stadtarchiv wieder mehr ins Bewusstsein der Leipziger zu rücken. Über seine Ausstattung, etwa mit Video-Wänden oder interaktiven Flachbildschirmen, wird noch endgültig entschieden.

 

Leipzigs bewegte Geschichte

Bis der neue Standort in Betrieb geht, sind noch viele Dokumente zu verpacken und transportieren. Nach der Meldekartei der Stadt Leipzig, den Geburten-, Ehe- und Sterbebüchern der Stadt und eingemeindeter Vororte ab 1876 ziehen die Verwaltungsakten ab 1990 sowie Karten und Pläne um. Im April folgen die ältesten Archivalien, also Urkunden und Geschäftsbücher, Akten aus der Zeit vor 1830 sowie Zeitungen, Druckschriften. Auch Tausende Fotos und Postkarten aus dem Zeitraum von der Stadtrechtsverleihung um 1165 bis in die jüngste Vergangenheit werden in das neue Magazin gebracht.

Archivdirektor Dr. Michael Ruprecht zu den logistischen Herausforderungen des Umzugs: “ Leipzig hat jetzt im wahrsten Sinne des Wortes eine bewegte Geschichte!“ Und die wird nun hochmodern verwahrt.

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