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„Wir digitalisieren Verwaltung“ – VITAKO beschließt Verbandsstrategie

Digitale Transformation

Foto: Looker_Studio/AdobeStock

VITAKO, die Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister, hat während ihrer Mitgliederversammlung Ende April ein neues Zielbild skizziert: Mit großem technischen Fachwissen und Ortsnähe sind die kommunalen IT-Dienstleister das Fundament der digitalen kommunalen Verwaltung. Sie verbinden mit ihren digitalen Services Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen mit der Verwaltung. Die VITAKO-Mitglieder werden dieses Netzwerk künftig noch ausbauen. „Digital first“ und „User first“ bleiben keine Schimären, sondern bilden die Grundsätze für daten- und serviceorientierte digitale Kommunen der Zukunft. Über ihr dezentrales Netzwerk stellen die kommunalen IT-Dienstleister dafür souveräne, sichere und effiziente Infrastrukturen und Dienste bereit.

 

Die kommunalen IT-Dienstleister haben im Krisenjahr 2020 geliefert: Die kürzlich von VITAKO vorgestellte „Bilanz“ zeigt die Service- und Infrastrukturleistungen, die während der Pandemie zusätzlich erbracht wurden. Zigtausende mobile Endgeräte, VPN-Verbindungen und Video-Konferenzen wurden parallel zum Tagesgeschäft auf die Beine gestellt – daran wollen die VITAKO-Mitglieder nun in noch stärkerer Zusammenarbeit anknüpfen.

 

Praktische Schwarmintelligenz als Vorteil von VITAKO

„Wir sind Teil der kommunalen Familie, besitzen enorme Fach- und Ortskenntnis und begleiten die Digitalisierung der Verwaltung längst durch eine eigene Transformation“, erklärt der VITAKO-Vorstandsvorsitzende Dr. Rolf Beyer. „Unser gemeinsamer Vorteil liegt in einer „praktischen Schwarmintelligenz“ bundesweit verteilter öffentlicher Partner, die ihre Erfahrungen, Kräfte und Infrastrukturen in verschiedenen Formen zunehmend bündeln – damit können wir unsere Leistungen schnell an disruptiven Veränderungen ausrichten und Innovationen nutzen.“

 

Digitale Souveränität beginnt in der Kommune

Die VITAKO-Mitglieder stellen im Sinne ihrer kommunalen Eigentümer und Träger Infrastrukturen zur Verfügung, die durchgängige Prozesse im föderalen Staat ermöglichen. Im Verbund mit ihren operativen Genossenschaften gelingt es, dezentrale Lösungen zu vernetzen und damit souverän, sicher und synergetisch aufzustellen: Die ProVitako eG schafft die Möglichkeit, Services untereinander anzubieten – kommunale Verwaltungen und Schulträger können effizient mit Hard- und Software versorgt werden. Die govdigital eG überwindet föderale Grenzen und vereint durch ihre Mitglieder Knowhow und Voraussetzungen, um die Digitalisierung bundesweit auf allen Ebenen voranzubringen.

 

Dabei wird sich VITAKO auch künftig mit zahlreichen Partnern für Open Source einsetzen, um der Verwaltung eine zusätzliche Handlungsoption zu verschaffen. Digitale Souveränität beginnt in der Kommune – hier findet ein Großteil der Verwaltungsleistung für die Bürgerinnen und Bürger statt.

 

„Mit der täglichen Arbeit halten die kommunalen IT-Dienstleister den Großteil der öffentlichen Verwaltung in Deutschland am Laufen“, betont Beyer. „Durch unsere flächendeckenden Infrastrukturen und vielfältigen Partner werden wir die digitale Ausrichtung der öffentlichen Hand künftig noch mehr einfordern und Verwaltungsdigitalisierung bis in die Tiefe voranbringen. Dafür sind wir bereit, uns zu verändern und tradierte Systeme und Denkweisen hinter uns zu lassen.“ Beyer: „Wir glauben, dass sich durch die künftige Entwicklung neue Betätigungsfelder ergeben werden und wir als ein Träger des Gemeinwohls damit wiederum Mehrwerte für die Bürgerinnen und Bürger schaffen können – denn wir digitalisieren die Verwaltung!“

 

Müssen Prozesse neu denken

Um zu größeren Effizienz- und Effektivitätsgewinnen zu gelangen, ist es notwendig, bisherige Prozesse auch ganz neu zu denken. „Durch „Data Driven Government“ und Prozessautomatisierung können wir den Bürgerinnen und Bürgern künftig nicht nur analoge, sondern auch viele digitale Wege ersparen“, erklärt Dieter Rehfeld, Geschäftsführer des VITAKO-Mitglieds regio iT. „Die notwendigen Informationen sind in den Kommunen oft schon vorhanden – nun gilt es, diese Daten auf Grundlage unserer Werte und Standards im Sinne des Gemeinwohls zu nutzen.“

 

Weitere Themen der Mitgliederversammlung waren der Jahresabschluss 2020 so-wie die erneute Bestellung von Dr. Ralf Resch zum Geschäftsführer von Vitako e.V.

 

Quelle: VITAKO.de

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