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Open Source Repository für die Verwaltung entsteht

Das Bundesinnenministerium (BMI) entwickelt gemeinsam mit den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg das erste Open Source Repository für die Verwaltung und bindet Vorarbeiten der Initiative „Ein Ort für öffentlichen Code“ stark ein. Auch die Lecos unterstützt die Initiative.

 

Codezeilen - öffentlicher Code - Open Source Repository - Lecos

Mit öffentlichen Geldern entwickelte Software soll auch anderen Verwaltungsebenen sowie für Industrie und Gesellschaft zu Weiterentwicklung verfügbar sein. Dafür entsteht nun eine Plattform. Bild von Pexels/Pixabay

„Public Money, Public Code“ ist eine der großen Chancen für nachhaltige Software-Entwicklung, die nur mit Open Source Software möglich ist. Der Gedanke dahinter: Mit öffentlichen Geldern entwickelte Software sollte sowohl anderen Verwaltungsebenen zugänglich sein, als auch Gesellschaft und Industrie nutzen und zur Weiterentwicklung frei zur Verfügung stehen. Damit freier Zugriff auf diese Software möglich ist, braucht es eine Plattform, einen „Ort für öffentlichen Code“. Ein erstes Zuhause für öffentlichen Code entsteht ab sofort in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg.

 

Initiative zur Entwicklung einer Plattform für öffentlichen Code wächst

Eine Expertengruppe aus Mitgliedern von Open Source Business Alliance (OSBA), der Bundesarbeitsgemeinschaft Kommunaler IT-Dienstleister VITAKO und zahlreicher Kooperationspartner hat im September 2020 ein erstes Konzept für ein „Open Source Code Repository“ für die öffentliche Hand erarbeitet und dafür zahlreiche Unterstützer gefunden. Die Initiative hat seitdem Verstärkung von zahlreichen weiteren Mitstreiterinnen und Mitstreitern bekommen. Sie haben in den vergangenen Monaten ihre Expertise für die nächsten Schritte zur praktischen Umsetzung des Projekts eingebracht. Es gab einen intensiven Austausch darüber, welche Schritte zur Umsetzung des Repository notwendig sind. Außerdem wurden die vielschichtigen Anforderungen an einen „Ort für öffentlichen Code“ weiter konkretisiert. Gleichzeitig haben sich viele Kontakte zu unterschiedlichen Experten aus dem Open-Source- und Verwaltungsbereich ergeben, von deren Wissen und Erfahrungen das Projekt nun profitieren kann. Auch mit Vertretern des Bundesinnenministeriums findet ein beständiger Austausch statt.

 

Open Source Plattform geht noch dieses Jahr in den Pilotbetrieb

Parallel dazu hatte die AG Cloud Computing und Digitale Souveränität des IT-Planungsrates durch ihre UAG Technik entschieden, noch in diesem Jahr ein Repository für Open Source Code in den Pilotbetrieb zu bringen. Nun beginnt bereits die heiße Phase: BMI, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg testen die erste Ausbaustufe einer Plattform zum Austausch und zur Weiterentwicklung von Open Source-Software. Damit soll es für Bund, Länder und Kommunen einfacher werden, Open Source-Software wiederzuverwenden und gemeinsam weiterzuentwickeln.

 

„Die Durchführung des Projektes zur Pilotierung der Open Source-Plattform erfolgt gemeinsam mit dem Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie Nordrhein-Westfalen, dem Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg sowie der baden-württembergischen IT-Dienstleisterin Komm.ONE“, teilte das BMI gestern mit. „Als erstes Umsetzungsergebnis wurde Ende März ein Minimum Viable
Product (MVP) mit den Kernfunktionen der zentralen Open Source-Plattform fertiggestellt. Auf Grundlage des MVP erfolgen derzeit die ersten Tests im Kreis der Projektpartner sowie die agile Weiterentwicklung der Plattform“, so das Ministerium.

 

Die Experten der Initiative „Ein Ort für öffentlichen Code“ sind dabei eng eingebunden. Vertreter wurden direkt in die UAG Technik entsandt und die Arbeitsgruppe wird einzelne Arbeitspakete übernehmen. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Open-Source-Experten und öffentlichen Akteuren verspricht die Initiative „Ein Ort für öffentlichen Code“ zum Erfolgsprojekt zu werden.

 

Zitate von Projektbeteiligten:

„Für die Veröffentlichung von Open Source-Software sowie für ihre Nutzung und die Mitarbeit daran braucht die öffentliche Hand Rechtssicherheit und einen Ort, an dem Open Source-Projekte von und für die öffentliche Hand einfach zu finden sind, so dass die gemeinsame
Arbeit an solchen Projekten endlich einfach wird“, erklärt Peter H. Ganten, Vorstandsvorsitzender der Open Source Business Alliance.

 

„Die von uns gemeinsam – mit mittlerweile rund 30 Partnern – im letzten Jahr gestartete Initiative „Ein Ort für öffentlichen Code“ hat sich ein Code Repository zum konkreten Ziel gesetzt, sagte VITAKO-Geschäftsführer Dr. Ralf Resch. „Wir freuen uns sehr, dass es nun tatsächlich auch geschieht. Dabei erleben wir eine sehr positive Zusammenarbeit mit unseren verschiedenen öffentlichen und privaten Partnern aus der Open Source-Community.“

 

„Neben den technischen Aspekten für solch ein Repository, die Dokumentationsplattform und ein Anwendungsverzeichnis wollen wir auch künftig dafür sorgen, dass die ebenso wichtigen Punkte wie verständliche Nutzungsregeln, Aufklärung zu Open Source im Allgemeinen aber auch die Integration der großen Community in das Vorhaben angegangen werden“, erklärt Dr. Christian Knebel, Leiter der gemeinsamen Arbeitsgruppe.

 

Unterstützer der Initiative „Ein Ort für öffentlichen Code“ sind:

AG KRITIS, #cnetz e. V., D64 e. V., Dataport AöR, Deutscher Landkreistag, Deutscher Städtetag, Digitalcourage e. V., Digitale Gesellschaft e. V., Do-FOSS , Dortmunder Systemhaus (dosys), DVZ M-V GmbH, Essener Systemhaus, Free Software Foundation Europe e.V., govdigital eG, iRights.Lab GmbH, KGSt, Komm.ONE AöR, IT.NRW, Landeshauptstadt München, Lecos GmbH, LOAD e. V., Offene Kommunen.NRW Institut e.V., Open Source Business Alliance (OSBA), publicplan GmbH, Stadt Frankfurt am Main, Stadt Oldenburg, Stiftung Neue Verantwortung e.V., Superrr Lab, The Document Foundation, VITAKO e. V., Wikimedia Deutschland.

Quelle: Vitako.de

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